Sorgfaltspflichten des Interim Managers

Der bekannte Rechtswissenschaftler und langjährige Sprecher des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht an der Universität Bonn, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter hat 1998 als anschauliche Orientierungshilfe für Manager (Interim Manager) deren Sorgfaltspflichten in Form der folgenden "Zehn Gebote" formuliert:

  1. Gebot: Einhaltung der Gesetze, insbesondere des GmbHG.
  2. Gebot: Einhaltung von Satzung und Geschäftsordnung.
  3. Gebot: Einhaltung der Regeln des Anstellungsvertrages.
  4. Gebot: Einhaltung von Weisungen der Gesellschafter (nicht bei Gesetzesverstoß).
  5. Gebot: Ordnungsgemäße Organisation der Gesellschaft.
  6. Gebot: Kontrolle der Organisation und der Abläufe.
  7. Gebot: Regelmäßig Kontrolle der Liquidität und Finanzlage.
  8. Gebot: Vermeidung übergroßer Risiken für das Unternehmen.
  9. Gebot: Vermeidung, mindestens aber Offenlegung aller Konflikte zwischen den Interessen der
    GmbH und  den Eigeninteressen des Geschäftsführers.
  10. Gebot: Sorgfältige Vorbereitung geschäftlicher und unternehmerischer Entscheidungen.

 

In der Theorie erscheinen diese Regeln klar und einleuchtend. Im alltäglichen Umgang mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeiten und Gesellschaftern wird es jedoch für einen Interim Manager schwer, auch unter Zeit- und Leistungsdruck, stets alle Sorgfaltspflichten zu erfüllen. Das potenzielle Haftungsrisiko ist damit auch beim Interim Manager allgegenwärtig und deshalb eine Absicherung durch den optionalen D&O-Zusatzbaustein im Rahmen der Berater-Haftpflichtversicherung für Unternehmensberater und Consulting-Experten unverzichtbar.

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